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„Miteinander in Alsdorf“

Wir Falken sind seit 2007 in Alsdorf aktiv – mit unserem Projekt „Miteinander in Alsdorf“.

Wir starteten am 25.8.2007. Das Alsdorfer Jugendamt veranstaltete eine Graffitiaktion im Annapark. Wir beteiligten uns mit einem Fußballturnier für Jugendliche und Sport- und Spaßaktionen für Kinder und Jugendliche, sowie Breakdancevorführungen. Die Resonanz war positiv: unser Projekt wurde in Alsdorf bekannt und wir konnten Jugendliche für weitere Projektaktivitäten ansprechen.

Am 14.-16.9. veranstalteten wir ein Kreativwochenende. Unter dem Motto „Miteinander in Alsdorf“ setzten sich die TeilnehmerInnen  in verschiedenen Workshops (Film, Breakdance, Streetdance, Theater, Rap, Modellbau…) mit der Situation in ihrer Stadt auseinander und zeigten in kreativen Produkten ihre Vorstellungen von einem gewaltfreien, toleranten und respektvollen Zusammenleben in der Stadt, aber auch ihre konkreten Forderungen nach Verbesserungen der Angebote für Jugendliche.

Die Ergebnisse der Workshops wurden am 22.9. in einer Präsentationsveranstaltung in Alsdorf vor etwa 80 Besuchern, (unter anderem Lokalpolitiker und Lokalpresse), öffentlich vorgestellt. Die Jugendlichen wurden mit ihrer Kritik und ihren Vorstellungen wahr- und ernst genommen und bekamen für ihre Darbietung viel Anerkennung. Dies war für viele ein Grund, sich weiter zu engagieren.

Im Oktober gründeten wir unsere Breakdancegruppe im Jugendtreff „Altes Rathaus“ in Mariadorf.Am 15.Dezember veranstalteten wir dann einen großen Tanzwettbewerb in Alsdorf.8 Gruppen aus der ganzen Region waren dabei und viele Zuschauer, die Stimmung war gut und für die Jugendlichen war es eine tolle Gelegenheit, einander kennen zu lernen.. Besonders stolz waren wir natürlich, dass sogar der WDR in seiner Sendung „Lokalzeit Aachen“ über unseren Tanzwettbewerb berichtete.

Ein besonderer Höhepunkt war unser Fotoworkshop Anfang November, in dem wir den Wandkalender „Miteinander in Alsdorf“ für das Jahr 2008 entwickelten. Wir fotografierten Orte in Alsdorf, die den Jugendlichen nicht gefielen, entwickelten Ideen, wie diese Orte besser aussehen könnten und bearbeiteten die Fotos entsprechend. Die TeilnehmerInnen hatten viele Vorschläge, ihnen fielen viel mehr als 12 häßliche Orte in Alsdorf ein und sie hatten auch viele gute Verbesserungsvorschläge.

Und dann war wirklich auch ein sehr schöner Kalender fertig. Er wurde in einer Auflage von 330 Stück gedruckt und in Alsdorf verteilt. Am 19.12. präsentierten wir ihn im Jugendtreff der Öffentlichkeit – und diskutierten mit ca. 12 sehr interessierten VertreterInnen aus Politik und Verwaltung über unsere Vorschläge und die Situation der Jugendlichen in Alsdorf im Allgemeinen. Die Gruppe, die den Kalender entwickelt hatte, hatte mit so einer großen Aufmerksamkeit für ihre Ideen und so viel Lob für ihr Engagement gar nicht gerechnet und war nun sehr motiviert, sich auch in Zukunft für die Umsetzung ihrer Forderungen einzusetzen. Die Jugendlichen, die an der Erstellung des Kalenders beteiligt waren, haben einen Bürgerantrag zur Verwirklichung ihrer Ideen gestellt und ihren Antrag auch im Hauptausschuss der Stadt vertreten. Noch wird der Antrag in weiteren zuständigen Gremien der Stadt diskutiert.

Das Hauptargument, das gegen unsere Ideen angeführt ist, ist immer, die Stadt  hat kein Geld, wird unter dem Haushaltssicherungskonzept verwaltet. Aber manche Verbesserungen müssen gar nichts kosten! Warum ist an einem Spielplatz ohne Spielgeräte ein Schild aufgestellt: „Ballspielen verboten?“ Dieses Schild zu entfernen, ist nicht zu teuer. Um auf diese Möglichkeit hinzuweisen, veranstalteten wir ein Kinderfest auf dem Spielplatz bei Sonnenschein und viel Spaß.

Da dieser Spielplatz hauptsächlich von Jugendlichen genutzt wird, folgte bald ein Grillnachmittag mit Ballspielen für Jugendlichen – und mit intensiven Gesprächen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Heinrich Plum über die Situation von Jugendlichen aus dem Stadtteil. Dabei äußerten die Jugendlichen ihren Unmut – über zu wenige Freizeitmöglichkeiten, wenn man kein Geld hat, über die schlechte Ausbildungssituation, über gesellschaftliche Ausgrenzungen. Wir Falken wollen die Jugendlichen davon überzeugen: Macht eure Situation öffentlich, klagt nicht nur alleine, sondern stellt selbst etwas auf die Beine. Als erstes veranstalten wir mit ihnen ein Fußballturnier.

Mit der Breakdance- und dem Fußballturnier sprechen wir hauptsächlich Jungen an – für Mädchen haben wir ein besonderes Projekt: Mädchen aktiv in Alsdorf.

Was bewirken wir?

Noch haben wir in Alsdorf keine neue Freizeiteinrichtung für Jugendliche geschaffen oder eine bestehende verbessert. Doch bei den Jugendlichen haben wir schon viel bewirkt. Sie merken, dass es auf ihren Einsatz ankommt, dass sie gefragt sind, dass Engagent Spaß macht. Sie freuen sich über die Aufmerksamkeit, die sie mit ihren Aktionen erreichen und sind bereit, mit uns noch ganz viel zu bewegen. Nur wer sich einmischt, kann etwas verändern!

Das Projekt wurde gefördert durch Mittel des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW aus dem Sonderprogramm Jugend und soziale Brennpunkte.

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